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Ev.-luth. St.Lambertus-Kirchengemeinde Kirchtimke

Kooperationspartner

Das Miteinander pflegen - Netzwerk

Die Kirchengemeinde ist in den dörflichen Strukturen vernetzt. Gute Kontakte und die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren sind uns in der Gemeindearbeit wichtig. Wir arbeiten unter anderem im Kirchenkreis, mit der EEB, den Kirchen in der Region, den Missionarischen Diensten, den Landfrauen und der Landjugend, den Kommunen, dem Heimatverein, Sportverein, den Kindergärten, dem Kulturforum, der Schule, dem Verkehrsverein u.a.m. zusammen. Gerade durch die dörflichen Strukturen legt sich in vielen Bereichen eine Zusammenarbeit nahe. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen zwischen kommunalen, dörflichen und vereinsmäßigen Einrichtungen und der Kirchengemeinde - zum Wohle der Einwohner und Gemeindeglieder!

Gemeinsam handeln

Als Kirchengemeinde handeln wir nicht allein in unserem dörflichen Umfeld. Ob es um projektmäßige Absprachen geht, die Nutzung von Gebäuden oder die Durchführung gemeinsamer Aktionen, immer wieder arbeiten wir im dörflichen und kommunalen Umfeld mit den Einrichtungen und Vereinen zusammen.
Die Palette ist groß und reicht vom Landfrauentreffen in unserer Kirche, Schulgottesdiensten, der Aktion Kirche im Dorf , Zeltgottesdiensten und Erntedankfesten mit der Landjugend Hepstedt und Breddorf, Adventssingen mit Posaunenchor und Landjugend über Aktionen mit den Kindergärten bis hin zur Beteiligung an Dorffesten und besonderen Projekten. Wir freuen uns auf eine weitere gelingende Zusammenarbeit!

 

Gemeinsam singen für einen guten Zweck

Foto Harscher

Bericht der Zevener Zeitung vom 16.12.2013
Beliebte Weihnachtslieder erklingen aus vielen Kehlen auf dem Hepstedter Eichhof
HEPSTEDT. „Vun buten koolt, vun binnen warm, dat is bi us Advent": In diesem Sinne veranstaltete die Hepstedter Landjugend mit Begleitung des Posaunenchors Kirchtimke am Sonntagnachmittag wieder ihr Adventssingen und sorgte in doppelter Hinsicht für Wärme. Zum einen geht es darum, Alt und Jung in der Vorweihnachtszeit zusammenzubringen. Gemeinsam singen, klönen und Spaß haben soll im Vordergrund stehen.
Zum anderen darf auch immer kräftig gespendet werden, um anderen Menschen zu helfen. In diesem Jahr haben die jungen Leute sich vorgenommen, Spendengelder für den Deutschen Bauern-verband zu sammeln und Landwirte zu unterstützen, die Opfer der
Hochwasserkatastrophe im Frühjahr wurden. „Wir schauen immer was gerade so passt und wo es am Nötigsten ist und entscheiden das dann im Vorstand", so die 1. Vorsitzende Lina Becker. Diesmal sei der Besuch der Hepstedter Landjugend beim Bundespräsidenten Joachim Gauck ausschlaggebend gewesen, berichtet Becker weiter. Im Herbst durfte eine Delegation aus Hepstedt beim Erntefest des Bundespräsidenten Volkstänze zeigen.
Während die Musiker noch ihre Instrumente aus den Koffern holen und ihre Notenblätter sortieren trudeln immer mehr warm eingemummelte Dorfbewohner auf dem Eichhof ein, um gemeinsam unter den uralten Eichen, die dem Dorfmittelpunkt seinen Namen geben, einige der beliebtesten Weihnachtslieder zu singen. Im Anschluss ans Singen ging es für alle in die Alte Schule in Hepstedt. Hier hatte die Landjugend Kaffee, Kuchen und Weihnachtsgebäck vorbereitet, um allen einen gemütlichen Nachmittag zu bereiten. „Es ist immer ein nettes Zusammenkommen und kann auch schon mal bis in den frühen Abend dauern", weiß Henning Witt, ebenfalls 1. Vorsitzender der Hepstedter Landjugend, (ha)

 

Zum Auftrag der Kirche

Altartuch in der Passionszeit

Gemeinschaft in Christus

Missionarisches Leitbild: "unaufgebbares Kernelement christlichen Glaubens"
Es geht um das ansprechende und einladende „Reden von Gott in der Welt“, um das Ausrichten der befreienden Botschaft von der Liebe Gottes an alle Menschen. Mission in diesem Sinne bildet eine Grunddimension und -intention allen kirchlichen Redens und Handelns, gleichsam den „Atem“ und „Herzschlag der Kirche“.
Mission wird hier verstanden als ein aus innerster Überzeugung stammendes Zeugnisgeben vom Evangelium, das als Christusgeschehen „mit uns über uns hinaus“ will. Mission bezeichnet so die Ausrichtung allen kirchlichen Redens und Handelns „nach außen“, die grundlegende Aufgabe, Kirche für andere, für die Welt zu sein. Sie gehört – recht verstanden – zum unaufgebbaren Auftrag der Kirche, ohne den Kirche aufhört, Kirche in der Nachfolge Jesu Christi zu sein (Mt 28,18-20; Joh 17,18; 20,21).

Aufgaben der Mitarbeitenden:
Die Mitarbeitenden stellen den größten Schatz und die wichtigste Wachstumskraft der Kirche dar (s.o.). Viele Menschen bringen sich – haupt-, neben- wie ehrenamtlich – engagiert, zuverlässig und kompetent in die Arbeit der Gemeinden ein. Sie stellen sich den kirchlichen Herausforderungen und tragen durch ihren hohen persönlichen Einsatz im Großen wie im Kleinen dazu bei, dass die Kirche einladend,offen und menschenfreundlich die Aufgabe der Evangeliumsverkündigung versieht.

Kirche als zentrale Entwicklungsträgerin ländlicher Räume:
Die Kirche trägt mit ihrer Arbeit, mit ihren Institutionen und mit der von ihr verkündeten Botschaft wesentlich zur Entwicklung von ländlichen (wie städtischen) Räumen bei. Angesichts der massiven Veränderungsprozesse, die sich demographisch, sozial, ökonomisch und infrastrukturell in den verschiedenen ländlichen Räumen gegenwärtig vollziehen, wird diese gesellschaftliche Aufgabe und Bedeutung in Zukunft weiter anwachsen. Die Kirche ist insofern als eine zentrale Trägerin regionaler Entwicklung wahrzunehmen. Auch wenn sie selbst nicht die ökonomische, infrastrukturelle, soziale und demographische Entwicklung einer Region bestimmt, so leistet sie doch dazu einen wichtigen Beitrag.

Bürgerschaftliches Engagement:
Angesichts des Abbaus sozialer Infrastruktur und der stärkeren Eigenverantwortlichkeit der Einzelnen stellt das bürgerschaftliche Engagement einen zentralen Faktor für die Gestaltung ländlicher Räume dar. In Zukunft werden noch mehr Aufgaben und Verantwortungen als bereits heute von den Kommunen und Kreisen nicht länger wahrgenommen bzw. erfüllt werden (können). Umso wichtiger wird das Potential ehrenamtlicher Mitarbeitender. Wie verschiedene kirchliche wie nicht-kirchliche Untersuchungen zeigen, zeichnen sich Kirchenmitglieder – besonders solche mit hoher kirchlicher Bindung – durch eine starke Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement aus. Diese Motivation erstreckt sich dabei nicht allein auf die Kirche, sondern darüber hinaus auch auf andere soziale Bereiche.

Soziale Integration:
Die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung wird sich – nach gegenwärtiger Einschätzung – u.a. durch folgende Tendenzen auszeichnen:
• durch einen stark veränderten demographischen Bevölkerungsaufbau mit einer deutlichen Zunahme des Anteils älterer Menschen und einem niedrigeren Anteil jüngerer Menschen;
• durch eine weiter fortschreitende Pluralisierung von Lebensstilen und sozialenMilieus;
• durch eine Zunahme räumlicher Mobilität (Umzüge, Berufs-/Freizeitpendelnu.a.);
• durch die Zunahme des Anteils von Menschen in prekärer Lebenssituation;
• durch eine Steigerung der Zuwanderung von Menschen aus anderen Ländern (Migration).

Diese verschiedenen sozialen Entwicklungen haben gemeinsam, dass sie neue Mechanismen der Vergesellschaftung erfordern. Noch stärker als bisher wird es zur Förderung des sozialen Miteinanders darauf ankommen, dass Menschen verschiedenen Alters, verschiedener Schichten, differenzierter Milieus und unterschiedlicher kultureller bzw. religiöser Herkunft einander begegnen, dass sie lernen miteinander zu kommunizieren, umzugehen und miteinander zu leben. Dazu braucht esOrte generationsübergreifender, milieu-transzendierender und kulturell vermittelnder Begegnung. Es bedarf kultureller Kompetenzen und gesellschaftlicher Kräfte,
die Begegnung, Integration und Zusammenleben initiieren und fördern. Die christlichen Kirchen schaffen durch ihr diesbezügliches Handeln eine elementare Voraussetzung sozialer Entwicklung.

Bildungs- und Kulturträgeri:
Bildung wird gegenwärtig als einer der wichtigsten Faktoren sozialer wie ökonomischer Entwicklung eingeschätzt. Die verstärkten Bildungsbemühungen von Kommunen und Wirtschaftsverbänden finden speziell in den ländlichen Räumen bei den Kirchengemeinden verantwortungsvolle und nachhaltige Kooperationspartner.

Diakonische Angebote:
Die praktische Hilfe für und beratende Begleitung von Menschen in Nöten, Krisen und schwierigen Lebensphasen spielt gesellschaftlich eine zunehmende Rolle.

Familienfreundlichkeit:
In verschiedenen Publikationen zur sozialen Entwicklung konkreter Regionen wird Familienfreundlichkeit als ein Schlüsselkriterium für die Zukunftsfähigkeit begriffen (s.o. Kap. 2). Gerade auch in ländlichen Regionen kommt dem Anteil der Familien an der Bevölkerung eine wichtige Funktion im Blick auf eine ausgewogene demographische Sozialstruktur zu.

Auszüge aus "Wandel und Gestalten" EKD-Texte 87,2007

 

Zusammenarbeit ist uns wichtig

Bei uns zeigt sich eine integrale Gemeindearbeit

Integrale Gemeindearbeit zeigt sich nach außen wie nach innen in einem Interesse an Beteiligung und Zusammenwirken möglichst vieler Akteure (Beteiligte, Zielgruppen und Multiplikatoren). Das Zusammenwirken mit anderen ist Teil des Auftrages der Verkündigung des Evangeliums, denn Gott will, „dass allen Menschen geholfen werde“, 1. Tim 2,4.

Im Zentrum integraler Gemeindepraxis steht die Hinwendung zum Nächsten und die Hilfe zu einem gelingenden Leben aus dem Glauben heraus; dazu gehört die Gestaltung der sichtbaren Kirche in der Welt als konkreter Ausdruck der geglaubten Kirche Jesu Christi, an der Menschen Teil haben und Teil gewinnen. Nachgehende Taufarbeit, konfirmierendes Handeln im Lebenslauf, beteiligende Kasual- und Gemeindearbeit, Engagement im sozialen und diakonischen Bereich bestimmen die Gestaltung einer Gemeindearbeit, die das Gespräch und den Dialog sucht, Differenzen und andere Meinungen aushält und zugleich den jeweils eigenen Standpunkt nicht verleugnet und so Echtheit, Vertrauen und Glaubwürdigkeit fördert. Humor und Lebensfreude verbinden sich mit Ernsthaftigkeit und der Bereitschaft, die Lasten anderer mit zu tragen, wie der Apostel Paulus es beschreibt. Römer 12,15: „Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden.“

Das verbindende Interesse bei Zusammenarbeit und Kooperation ist der Einsatz für ein gelingendes Leben für Einzelne, eine Gruppe oder ein Gemeinwesen. In der Regel handelt es sich bei Gruppen um Familien oder durch Lebensphasen und Interessen miteinander Verbundene (Kindergarten, Schule, Alters- und Pflegeheime, Landjugend, DRK, Feuerwehr, Initiativen, kommunale Einrichtungen usw.), Gemeinwesen sind im ländlichen Umfeld gemeinsame Lebensräume und Wohngebiete der Dörfer. Kirche bringt dabei ihr spezifisch christliches Menschenbild ein. Unterschiedliche Wege und Methoden werden in einer zielorientierten Arbeit genutzt: „Prüft aber alles und das Gute behaltet.“, 1.Thess 5,21.

Auch im Bereich der eigenen Arbeit im kirchlichen Kontext werden unterschiedliche Arbeitsfelder und Lebenswelten im Zusammenhang der einen Kirche Jesu Christi gesehen. Integrale Gemeindepraxis ist am doppelten Liebesgebot ausgerichtet, versteht sich ökumenisch, sucht die Einheit in der Vielfalt und arbeitet mit vielen zusammen.

© 2012 Wolfgang Preibusch, Kirchtimke