Ev.-luth. Kirchengemeinde Kirchtimke

Reden über Gott und die Welt

Nächstes Treffen: 15.September in Tarmstedt, 9 Uhr

Unser Thema: "Zusammenleben mit Muslimen in Deutschland"

Es referiert:
Prof. Dr. Wolfgang Reinbold
Beauftragter für Kirche und Islam
Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Ort:
Gemeindehaus Tarmstedt, Kleine Trift 1

Zeit: 9 Uhr - 11.30 Uhr

Der Termin wurde vom 25.8.2012 auf den 15.9.2012 verlegt.

Männer sprechen über Glauben

32 Teilnehmer bei Frühstück / - 30.04.2012 Wümme Zeitung -

Männer sprechen über Glauben
Von Irene Niehaus

Kirchtimke. Einen gelungenen Start bilanzieren die Kirchengemeinden Kirchtimke und Wilstedt nach dem ersten Männerfrühstück in Kirchtimke. 32 Teilnehmer lockte die Vormittagsveranstaltung, die der Wilstedter Herbert Schulz und Pastor Wolfgang Preibusch initiiert hatte, am Sonnabend ins Gemeindehaus. Auch Mitglieder der Selbstständigen Lutherischen Kirche (SELK) waren zum Start der Reihe gekommen.

Die Männer diskutierten unter anderem über geschlechtsspezifische Unterschiede beim Glauben an die Schöpfungsgeschichte. Ein Blick auf die Weltbilder der Vergangenheit setzte die Überlegungen fort, berichtet Wolfgang Preibusch. Ferner war ein kleines Quiz vorbereitet, das die Zeitspanne von fünf Milliarden Jahren der Erdgeschichte umfasste.

Die Zeit sei wie im Flug vergangen, resümierte ein Teilnehmer nach der morgendlichen Veranstaltung. "Ich freue mich sehr, dass wir als Kirche in der Region dieses gemeinsame Projekt begonnen haben", sagt Wolfgang Preibusch nach dem ersten Männer-Frühstück.

Das nächste Treffen ist für Sonnabend, 25. August, im Gemeindehaus Tarmstedt, Kleine Trift 1, geplant, kündigen die Veranstalter an.

 

Wie „Mann" die Entstehung der Welt versteht

Neue Veranstaltung „Männerfrühstück" findet großen Anklang

– Zevener Zeitung 30.4.2012 –
KIRCHTIMKE: Genau 32 Herren waren der Einladung der Kirchengemeinden Tarmstedt/Wil-stedt und Kirchtimke zum ersten Männerfrühstück ins Gemeindehaus Kirchtimke gefolgt. Dieser „Vormittag von Männern für Männer" hatte neben einem herzhaften Frühstück die Frage „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde - kann ,Mann' das verstehen?" zum Thema. Der Vortrag von Pastor Wolfgang Preibusch lieferte den Anwesenden einiges an Gesprächsstoff.
„Niemand wird dazu genötigt, bestimmte Meinungen glauben zu müssen", sagte Wolfgang Preibusch. Anhand einer repräsentativen Umfrage habe man in Erfahrung gebracht, dass 24 Prozent der deutschen Bevölkerung über 60 Jahre den biblischen Schöpfungsgeschichten zustimmten, bei den unter 30-jährigen seien es 14,8 Prozent. Die Meinung zwischen gänzlicher Zustimmung und Ablehnung klaffe weit auseinander. Auch die Meinung, dass die Welt durch einen Urknall, bei dem Gott seine Hand im Spiel hatte, entstanden ist, sei vertretbar. „Diese Welt verdankt sich nicht selber. Da steckt ein Wille hinter", erklärte Preibusch. Wie wichtig das Wissen um einen Anfang ist, verdeutlichte er am Beispiel eines Fotoalbums, das einen Menschen am Anfang seines Lebens zeigte. Wichtige Erkenntnisse seien dem Buch zu entnehmen. Ebenso biete auch die Bibel Deutungen an, die nicht immer erklärbar seien. Die Naturwissenschaft werde weiter forschen, doch die Frage, warum die Erde entstanden ist und was das Ziel ist, könne sie nicht beantworten.
Gemeinsam nahmen die Anwesenden verschiedene Weltbilder unter die Lupe. Während in der Zeit des Alten Testaments der Glaube bestand, dass die Erde eine flache Scheibe unter einer Glocke sei, ging man nach Ptolemäus etwa 100 bis 200 Jahre n.Chr. davon aus, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums war, um die alle Planeten kreisten. In der biblischen Anschauung des Lukas Cranach im 16. Jahrhundert sei bemerkenswert, dass Gott mit offenen Armen auf die Welt blicke. Nach dem Vortrag hatten die Anwesenden Gelegenheit, sich in kleinen Runden darüber zu äußern, was „Mann" glaubt, welche Botschaft in der Bibelerzählung steckt und ob jemandem das Recht zur Deutung des Lebens zusteht.
Herbert Schulz, Mitorganisator dieser neuen Veranstaltung, war überaus zufrieden. „Ich bin sehr überrascht, dass heute so viele hier sind. Damit habe ich nicht gerechnet." Dieses große Interesse zeige jedoch, dass man sich auf dem richtigen Weg befinde. Zukünftig soll das Männerfrühstück dreimal jährlich - je einmal in Kirchtimke, Wilstedt und Tarmstedt - stattfinden. Eingeladen werden hierzu verschiedene Referenten, die einen kurzen Vortrag halten zu einem bestimmten Thema. (maw)

 

Guter Beginn für das Männerfrühstück

Auf einen gelungen Start schauen die Kirchengemeinden in der Region beim "Männerfrühstück". Mit 32 Teilnehmern waren die Tische in Kirchtimke gut besetzt. Als einer der Initiatoren begrüßte Herbert Schulz aus Wilstedt die Männerrunde. Mit einem Lied zum Thema Schöpfung leitete Pastor Wolfgang Preibusch im Anschluss den Vormittag ein. Nach einem zünftigen Frühstuck ging es thematisch los.
Das Thema: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde" - kann MANN das glauben? Die bekannten Verse aus der Bibel zur Schöpfung wurden von Herbert Schulz mit einem kurzen Kommentar verlesen. Aus dem Vorbereitungskreis sprach Bertram Tauerschmidt darüber, wie sich die eigene Vorstellungskraft im Laufe des Lebens verändert. "Das beginnt schon mit solchen Dingen wie der Zeit", sagte er. Um eine Vorstellung über die Entstehungsgeschichte der Erde und der Menschheit zu bekommen, müsse man zunächst ein Gefühl für kleinere Abschnitte gewinnen. Wer selbst bereits 60 Jahre lebt, kann sich viel besser die Spanne von 100 Jahren vorstellen, als ein Kind. Und von 100 Jahren ist der Sprung dann zu 1000 oder 2000 Jahren eher möglich. Es bleibt aber eine Herausforderung an das Vorstellungsvermögen, sich überhaupt dem Beginn allen Lebens vorzustellen.
Pastor Preibusch setzte dann noch einmal mit der Frage ein, ob es tatsächlich einen Unterschied gibt, wie Männer und wie Frauen dem Glauben an die Schöpfung begegnen. Von seinen gegenwärtigen Konfirmanden konnte er berichten, dass es tatsächlich einige Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen gäbe. Dem Glauben an die Schöpfung würden demnach im Durchschnitt der letzten drei Jahre 23% der Mädchen voll zustimmen und 26% der Jungen. Abgestuft in 7 Schritten stimmten die weiteren Konfirmanden zum großen Teil zu, so dass weit mehr Zustimmung als Ablehunung des Schöpfungsglaubens vorherrscht. Das war für die Teilnehmer ein unerwartetes Ergebnis. Allerdings fiel die Gegenprobe dann doch etwas mehr wie erwartet aus: 10% der Mädchen konnten sich die Schöpfung als ein Akt Gottes gar nicht vorstellen und etwa 17% der Jungen lehnten eine solche Vorstellung ebenfalls ab. Die Extreme sind bei den Jungen etwas stärker ausgeprägt zwischen Glauben können und nicht Glauben können. Eine Marktforschungsanalyse in Deutschland hatte im Vergleich zum Ergebnis, dass insgesamt etwa 41% der Bevölkerung meinen, dass Gott seine Hand bei der Entstehung der Welt und des Lebens im Spiel hatte. Bei dieser Telefonumfrage stellte sich weiter heraus, dass Menschen über 60 Jahre dem Schöpfungsglauben stärker zugeneigt waren als Jüngere unter 30 Jahre. Bei den Einzelergebnissen gab es allerdings wie auch bei den Konfirmanden eine große Bandbreite, so dass tatsächlich der je eigene Blickwinkel der einzelnen Personen bedeutsam ist.
Ein Blick auf die Weltbilder der Vergangenheit setzte die Überlegungen fort. Dazu war ein kleines Quiz vorbereitet, dass die Zeitspanne von 5 Milliarden Jahre der Erdgeschichte umfasste. Bei Ptolemäus stand noch die Erde ganz im Mittelpunkt. Diese Vorstellung reichte bis ins Mittelalter und zur Reformation. Lukas Cranach bebilderte die Lutherbibel mit einer Darstellung der Welt, wo Gott über der Erde, Mond und Sternen den Menschen väterlich zugewandt ist. "Damit wird die Bedeutung des christlichen Schöpfungsglaubens deutlich", erklärte Pastor Wolfgang Preibusch. Dem biblischen Glauben geht es um die Beziehung, die Gott und Mensch zueinander haben. Nicht ein irgendwie gedachter Zufall steht am Anfang, sondern Gottes Wille zum Leben. Die Erkenntnisse von Kopernikus, Kepler und Galiläi rückten dann die Sonne in den Mittelpunkt des Universums. Gewohnte Glaubensvorstellungen mussten sich nun dem stellen. Physikalische und biologische Erklärungsmuster führen allein aber nicht zur Beantwortung der Frage nach Ursprung und Ziel des Lebens. Der Schöpfungsglaube hält daran fest, dass es einen Willen Gottes zum Leben gibt und allem menschlichen Tun und Denken vorgeordnet ist. Und so lautet auch der erste Satz des christlichen nizänischen Glaubensbekenntnisses: "Ich glaube an Gott, den Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde."
Damit wird das Leben in einem ganz bestimmten Horizont gedeutet. Glaube ist auch immer Deutung des Lebens. Wissenschaft erklärt die Phänomene unserer Welt nach den Gesetzmäßigkeiten der Natur. Das Woher und Wozu bedarf der deutenden Kraft des Glaubens, erläuterte Pastor Preibusch: "Die biblischen Geschichten vom Anfang bieten solche Deutungen, die von einem schöpferischen Vatergott ausgehen, der seiner Schöpfung liebevoll zugewandt ist und bleibt. Niemand muss das glauben, aber es lohnt sich zu schauen, was solchen Glauben fördert oder auch hindert. Dazu wollen wir ins Gespräch kommen."
Es schlossen sich angeregte Gespräche in den Tischgruppen an. "Die Zeit ist wie im Flug vergangen", sagte ein Teilnehmer. "Ich komme gerne wieder!" Nach einem Abschlussgespräch schloss der Vormittag mit dem neueren Choral: "Gott gab uns Atem damit wir leben."

Nächstes Treffen: 25. August 2012 in Tarmstedt

Mit 32 Teilnehmern startete das 1. Männerfrühstück am Samstag, 28.4.2012, in der Region Tarmstedt. Die Kirchengemeinden der Region hatten gemeinsam eingeladen. Auch Mitglieder der SELK waren zum Start der Reihe in das Gemeindehaus nach Kirchtimke gekommen. "Ich freue mich sehr, dass wir als Kirche in der Region dieses gemeinsame Projekt begonnen haben", sagte Pastor Wolfgang Preibusch. Das nächste Treffen ist im Gemeindehaus Tarmstedt, Kleine Trift 1, geplant; vorgemerkt ist Samstag, der 25.August 2012.

 

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"Männerfrühstück" aus der Taufe heben

Kirchengemeinden wollen "Männerfrühstück" aus der Taufe heben
- 07.01.2012 Wümme Zeitung
Reden über Gott und die Welt
Von Irene Niehaus
Männer machen nicht viele Worte, brauchen aber Kommunikation. Männer sind wie Frauen, und daher auch mal gern unter sich. Ab und an mal wollen junge wie ältere Männer auch über Gott und die Welt miteinander sprechen. Dafür gibt es in den beiden evangelischen Kirchengemeinden in der Samtgemeinde Tarmstedt bislang kein Angebot. Das soll sich ändern. Die Gemeinden planen ein "Männerfrühstück".

Tarmstedt·Kirchtimke·Wilstedt. "Männer sind einsame Streiter, müssen durch jede Wand, müssen immer weiter", singt Herbert Grönemeyer über das angeblich starke Geschlecht. Erfahrungen zeigen aber etwas anderes, wissen Kirchtimkes Pastor Wolfgang Preibusch und der Wilstedter Herbert Schulz. "Männer wollen sich mit anderen Männern über Fragen des Alltags von Männern austauschen." Männer wünschten für sich neue Formen einer gelebten Spiritualität. "Männer wollen Geselligkeit, Sympathie und Annahme in einer Gruppe erfahren", erklären die beiden im aktuellen Gemeindebrief. Die Kirche in der Region sei ein Ort, der diesen Interessen und Wünschen von Männern Raum geben könne, heißt es weiter.

Pastor Preibusch möchte zusammen mit Schulz und anderen Interessierten eine Männerrunde aus der Taufe heben, keinen Frühschoppen, sondern ein Frühstück für Leib und Seele. Eine Gesprächsrunde soll es werden mit Kaffee und Brötchen und geistlichen Impulsen. Schulz betreut in der Kirchengemeinde Wilstedt den Männer-Seniorenkreis, den es schon seit langem gibt und den er von Pastor Norbert Hintz übernahm. Die älteren Herren treffen sich jeden ersten Donnerstag im Monat.

Mehr Angebote für Männer

Bedarf an einem Männerfrühstück bestehe, sind sich Schulz und Preibusch sicher. So wollte etwa ein Anrufer im Kirchtimker Pfarramt wissen, warum es so wenig Angebote für Männer gebe. Auch ist Schulz von Tarmstedtern angesprochen worden, die sich für eine solche Runde interessieren. Tatsächlich seien die Kirchengemeinden stark familienorientiert mit Angeboten für Frauen und Kinder, betont Preibusch. Männerarbeit sei dagegen bislang zu kurz gekommen.

Das soll nun anders werden, die Kirchengemeinden wollen die Lücke schließen. "Auch Männer sollen in der Region Orte haben, an denen sie diskutieren und über neue Lebenswege nachdenken können", sagt Wolfgang Preibusch. Das Männerfrühstück richtet sich an Interessierte jeden Alters, egal ob Kirchenmitglied oder nicht. "Wir wollen Männer erreichen, die sonst nichts mit der Kirche zu tun haben", erklärt Schulz.

Neben dem gemeinsamen Essen sollen beim Männerfrühstück aktuelle und zeitgemäße Themen zur Diskussion stehen. In unregelmäßigen Abständen sollen Männer an einem Vormittag eingeladen werden, sich in einem der drei Gemeindehäuser der beiden Kirchengemeinden zu treffen. Die Veranstaltungen könnten, so die Überlegungen, etwa drei Stunden dauern und mit einer Losung oder einem Lied beginnen. Daran schließt sich das knapp einstündige Frühstück, bei dem die Gäste an den Tischen erste Gespräche führen. Dann steigen die Teilnehmer in die thematische Arbeit ein, hören einen Vortrag und machen Gruppenarbeit. Das mögliche Themenspektrum soll so bunt sein wie das Leben, wünschen sich die Initiatoren. Es könne von männerspezifischen Fragen ("Was macht Männer zu Männern?) über politische und wirtschaftspolitische Themen bis hin zu Ernährung und allgemeinen Lebensfragen reichen.

"Wir als Kirche sehen ja auch unsere gesellschaftliche Verantwortung und wollen dazu beitragen, dass das Leben gelingen kann", erläutert Preibusch. Die Teilnehmer selbst sollten Ideen einbringen, wünschen sich Preibusch und Schulz. Sie sind optimistisch, dass das "Männerfrühstück" auf Resonanz stößt und bis zu 40 Interessierte anlockt. Die beiden zeigen sich offen für alles. Sollte sich sogar zeigen, dass der Vormittag für eine Männerrunde nicht geeignet ist, könnte auch über ein Treffen am Abend "mit Schlachteplatte" nachgedacht werden, erzählt Kirchtimkes Pastor. "Wir fangen erst einmal an und sehen dann weiter."

Die beiden möchten ihre Idee für die neue Männerrunde bekannter machen und Mitstreiter gewinnen, die im Team von acht bis zehn Personen die Treffen vorbereiten. Wer Interesse hat, beim Start mitzuwirken, kann sich an die beiden wenden. Im nächsten Gemeindebrief wollen sie dann über den Stand der Dinge berichten und einen Termin für das erste Planungstreffen bekannt geben. Bis Sommer, glaubt Preibusch, könnte das erste "Männerfrühstück" starten.

 

Männerfrühstück -z.Zt. in der Vorbereitung!

Das Männerfrühstück – ein neuer Impuls für unsere regionale Gemeindearbeit

"Warum gibt es so wenig Angebote für Männer in der Kirche?", fragt ein Anrufer im Pfarramt nach. Das soll nun anders werden. Auch Männer sollen bei uns in der Region Orte haben, an denen sie über "Gott und die Welt" diskutieren und über neue Lebenswege nachdenken können.

Erfahrungen zeigen: Männer wollen sich mit anderen Männern über Fragen des Alltags von Männern austauschen. Männer wünschen für sich neue Formen einer gelebten Spiritualität. Männer wollen Geselligkeit, Sympathie und Annahme ineiner Gruppe erfahren. Die Kirche in der Region ist ein Ort, der diesen Interessen und Wünschen von Männern Raum geben kann.

Wie läuft das ab? Neben dem gemeinsamen Essen stellt es aktuelle und zeitgemäße Themen zur Diskussion. In unregelmäßigen Abständenwerden Männer an einem Vormittag eingeladen, um zunächst gemeinsam zu frühstücken und sich danach einemThema zu stellen.
Männer nehmen einander wahr und hören auf das Gesagte
Männer genießen das gemeinsame Essen
Männer teilen sich mit, diskutieren und engagieren sich
Männer nehmen sich Zeit zur Pflege von Geselligkeit und Gemeinschaft.

Gesucht werden: Interessierte für einen Trägerkreis !
Haben Sie Interesse beim Start des Männerfrühstücks mitzuwirken? Dann melden Sie sich bei uns! Im nächsten Gemeindebrief werden wir weiter berichten und einen Termin für das erste Planungstreffen bekannt geben! Um Ostern herum könnte das erste Männerfrühstück starten, wenn sich eine Gruppe zur Vorbereitung findet. Wir laden herzlich dazu ein! Ihre Ansprechpartner:
Herbert Schultz, Wilstedt und Wolfgang Preibusch, Kirchtimke

 

Männer definieren ihre Rolle neu

Männer definieren ihre Rolle neu

Arbeitsgemeinschaft der Kirche: Stereotypen sind passé / Andere Tätigkeiten in Rentenzeit
- 07.01.2012 Wümme Zeitung
Männer definieren ihre Rolle neu
Von Irene Niehaus
Landkreis Rotenburg. Die Gesellschaft ist in Bewegung, Rollenbilder ändern sich ebenso wie Lebensentwürfe. Damit einher geht die Abkehr von traditionellen Verhaltensmustern. Männer sehen sich raschen Veränderungen im Berufs- und Wirtschaftsleben ausgesetzt. Sie setzen sich mit neuen Erwartungen in Partnerschaft und Familie auseinander. Und die älteren denken anders als früher über die Gestaltung der Zeit ihres Ruhestands nach. Auch der christliche Glauben als sinnstiftende Perspektive spielt für viele Männer eine Rolle.

"Wohl kaum eine Zeitspanne der Geschichte hat Männerwelten, Männerbilder und Männerrollen so stark beeinflusst und auch verändert, wie die vergangenen vier Jahrzehnte", heißt es in einem aktuellen Papier der evangelischen Kirche zur Männerarbeit. Entwicklungen und Ereignisse wie die 68er Bewegung, die Friedensbewegung, der Feminismus, die Wiedervereinigung, die Globalisierung, aber auch Fragen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit sowie die rasante Entwicklung intelligenter Kommunikationstechnologien - all diese Veränderungen hätten dazu beigetragen, dass heute neben den Frauen auch die Männer ihre Geschlechterrolle neu definieren, verbunden mit einem neuen Selbstbewusstsein.

Neue Rollenbilder haben nach Ansicht der Kirche die Männer geprägt. "Stereotypen, die Frauen an Haus und Herd binden oder die Berufstätigkeit von Frauen als schädlich für die Kinder erachten, sind weithin Vergangenheit", so die Untersuchung der Arbeitsgemeinschaft der Männerarbeit der evangelischen Kirche. Die Denkmuster spielten im Bewusstsein und Handeln selbst der traditionell orientierten Männer keine wesentliche Rolle mehr.

Für viele Männer ist die Erwerbsarbeit ein wichtiger Ort, an dem sie Anerkennung und Bestätigung erfahren. Zugleich kann die Arbeitswelt ein Lebensbereich sein, den Fremdbestimmung kennzeichnet. Deshalb erleben nicht wenige Männer das Ausscheiden aus dem Erwerbsleben ambivalent. Das Ende der Berufstätigkeit kann eine große Sinnkrise auslösen. Männer bei der Gestaltung dieses wichtigen Lebensabschnittes zu begleiten, darin sieht die evangelische Kirche nach eigener Aussage eine elementare Aufgabe. Zudem berge das Altern zahlreiche Fallen für das männliche Selbstverständnis: Nicht selten werde das Nachlassen der körperlichen Leistungsfähigkeit mit der Frage verknüpft, ob die eigene Männlichkeit nun gewissermaßen zu ihrem Ende gekommen sei. Auf der anderen Seite suchen nicht wenige Männer fürs Alter eine sinnvolle Tätigkeit, in der sie ihre beruflichen Kompetenzen und Fähigkeiten einbringen oder ihre Interessen und Wünsche verwirklichen können.

Mannsein wird nach Einschätzung der evangelischen Kirche aber heute längst nicht mehr ausschließlich über Beruf und Karriere definiert. Die Globalisierung der Märkte habe die Einstellung vieler Männer zum Job verändert. Auch ihre Haltung zur Technik sei kritischer geworden.

Die Männerarbeit der EKD setzt sich nach eigenen Angaben gesellschaftspolitisch für eine an der Lebenswirklichkeit von Männern orientierte Männerförderung ein, die neben die Frauenförderung trete. "Es wird entscheidend darauf ankommen, die männliche Perspektive vor allem auch in die familienpolitischen Diskussionen einzubringen", heißt es in dem Papier. Auch müsse eine gute Balance zwischen Familie und Beruf beiden Geschlechtern gleichermaßen ermöglicht werden.

 

Männerfrühstück

MÄNNERFRÜHSTÜCK – EINE FORM DER MÄNNERARBEIT

Das Männerfrühstück ist eine neuere Form der Männerarbeit,um Männer in den Kirchengemeinden anzusprechen und miteinander ins Gespräch zu bringen. Neben dem gemeinsamenEssen stellt es aktuelle und zeitgemäße Themenzur Diskussion.
In unregelmäßigen Abständen werden Männer an einem Vormittag – meistens am Sonnabend – eingeladen, umzunächst gemeinsam zu frühstücken und sich danach einem Thema zu stellen.

Ein bewährter Ablauf:

9.00 Uhr
• Einstimmung
• Begrüßung durch ein Mitglied des Vorbereitungsteams bzw. den Gemeindepastor
9.10 Uhr
•gemeinsames Frühstück
10.00 Uhr
• thematische Arbeit
• (kurzer Vortrag, Gruppenarbeit, thematische Gespräche an Tischen)
11.15 Uhr
• Informationen, Themenvorschläge, Termine, Einladungen
• Verabschiedung mit Lied, Segen oder Gebet
11.30 Uhr
•Abräumen, Abwaschen
12.00 Uhr
• Nach einer kurzen „Manöverkritik“ verlässt das Team das Haus.


Die Themen für ein Männerfrühstücks sollten von den Teilnehmern
vorgeschlagen werden. Es bietet sich deshalb an,
am Ende eines Treffens Interessen abzufragen oder Themenvorschläge
kurz diskutieren zu lassen. Bei bisherigen
Männerfrühstücken ergaben sich unter anderem folgende

EIN KLEINER TIPP FÜR DEN EINKAUF

(wenn die Veranstaltung im Gemeindehaus geplant ist)
Für jeweils 10 Personen:
25 Brötchen unterschiedlicher Art
(10 normale, 15 gemischte Körnerbrötchen)
auf Wunsch auch einige Scheiben Brot
250 g Butter
1 Glas Marmelade
200 g Käse (Scheiben und/oder Weichkäse)
200 g Fleischauflage (Wurst und/oder Schinken)
100 g Salat nach Wahl
10 Eier (gekocht, Spiegel- oder Rührei)
10 Becher Joghurt
1 Becher Kaffee- oder Teesahne
2,5 Liter Orangensaft
4 Flaschen Wasser
ca. 100 - 150 g Cherrytomaten oder Weintrauben als Tisch oder
Plattengarnierung. Kaffee und Tee wird meistens von
der gastgebenden Gemeinde gestiftet, ebenso Kandis bzw.
Würfelzucker.



WEITERE INFORMATIONEN
zum Männerfrühstück erhalten Sie
im Haus kirchlicher Dienste
der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Fachgebiet Männerarbeit
Archivstraße 3, 30169 Hannover
Fon: 0511 1241-410
Fax: 0511 1241-499
E-Mail: busse@kirchliche-dienste.de

oder bei dem Sprengelreferenten der Männerarbeit:

Lüneburg und Stade:
Helmuth Haase, Lange Straße 6, 27419 Tiste
Fon: 04282/508482
E-Mail: haase@kirchliche-dienste.de