Ev.-luth. St.Lambertus-Kirchengemeinde Kirchtimke

Kirchliche Trauung

"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe... "

Hochzeit und Trauung

Es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn sich zwei Lebenswege kreuzen und und ein gemeinsamer Weg daraus wird: Mit dem Willen, einander "ein Leben lang" zu lieben und zu achten.

Die kirchliche Trauung vergegenwärtigt diesen wunderbaren Beginn und stellt ihn unter die Fürbitte um den Segen Gottes. Das geschieht zusammen mit Menschen, die dem Brautpaar an diesem Tag wichtig sind und Menschen, denen das Brautpaar wichtig ist.

Es muss nicht traditionell die große Hochzeit „ganz in Weiß" mit vielen Gästen sein - wir begleitet Sie als Kirche ebenso gerne, wenn Sie in kleinem Kreis und einfachem Rahmen feiern möchten, z.B. auch am Sonntag im Anschluß an den Hauptgottesdienst ist eine Trauung möglich (auch im Zusammenhang einer Taufe).
Die übliche Uhrzeit für einen Traugottesdienst am Freitag oder Sonnabend liegt in der Regel zwischen 15.30 Uhr und 17 Uhr. Liegen zwei Trauungen an einem Tag, kann das erste Brautpaar bei der Anmeldung den frühen oder späten Termin wählen (15.30 Uhr / 17.00 Uhr); ansonsten können auch andere Zeiten nach Absprache gewählt werden.

Wir wünsche viel Freude bei den Vorbereitungen zur Trauung und beraten Sie gerne!

Ihr Pfarramt in Kirchtimke


Und was sagen andere zum Lebensweg miteinander?

„Wenn einem die Treue Spaß macht, dann ist es Liebe." ( Julie Andrews, *1935)

"Die Liebe ist wie das Leben selbst, kein bequemer und ruhiger Zustand, sondern ein großes, ein wunderbares Abenteuer. Lieben heißt zum anderen sagen: Du wirst nicht untergehen. " (Gabriel Marcel)


"Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen." (Paulus, 1. Korinther 13,13)

Bibelworte unter www.trauspruch.de

Terminanfragen gerne unter info@kirchengemeinde-kirchtimke.de oder telefonisch: 04289-9259020

Folgende Termine sind 2019 bereits vergeben:

27. Juli 17 Uhr
17. August 15.30 Uhr
23. August 16.30 Uhr
31. August 15.30 Uhr
14. September 14.30 Uhr
21. September 16 Uhr

Sollte der Ortspastor verhindert sein, muss eine Vertretung rechtzeitig abgesprochen werden.
Besonders in Ferienzeiten kann ein gewünschter Trautermin nicht immer umgesetzt werden.
Wir bitten um Verständnis. Danke!


Folgende Termine sind 2020 bereits angemeldet:

- voraussichtlich Urlaub 13.7.-6.8.2020 -

28. März 2020, 15.30 Uhr
27. Juni 2020, 16 Uhr SH
04. Juli 2020, Uhrzeit noch offen
08. August 2020, 15.30 Uhr
29. August 2020, 17 Uhr ?

Kontakt Pfarramt: Tel. 04289-254 // E-Mail: info@kirchengemeinde-kirchtimke.de

 

Blick in die Kirche

Termine bitte im Pfarramt vereinbaren,

Danke!

Üblicher Ablauf

Traugottesdienst in Kirchtimke

Orgelgeläut
Einzug in die Kirche
Orgelvorspiel

Begrüßung /Pfarrer

1. Lied ___________
Votum und Gebet

Ansprache / Predigt zum Trauspruch

2. Lied __________
Texte zur Ehe
(Brautpaar und Beistand erheben sich)

TRAUBEKENNTNIS
(Es gibt verschiedene Formen: als Antwort und im Ganzen einander zugesagt)

Ringwechsel,
Brautpaar reicht einander die Hand:
"
Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden."

Vaterunser, Fürbittengebet und
SEGNUNG
(Brautpaar kniet nieder)

Ansagen / Kollekte

3. Lied __________
Segen

Orgelnachspiel ( Fotos)
Auszug aus der Kirche

 

Zur Vorbereitung

Die sorgfältige Planung des Traugottesdienstes geschieht im Traugespräch. Vorschläge für Lieder und Texte können dazu gerne mitgebracht werden.

Es empfiehlt sich, die Terminabsprache sehr rechtzeitig vorzunehmen. In den Sommerferien und Urlaubszeiten kann der Ortspastor verhindert sein, dann sind Vertretungsabsprachen nötig. Wenn eine besondere Situation vorliegt, bitten wir Sie frühzeitig mit uns Kontakt aufzunehmen. Nur dann ist es möglich, Lösungen ohne zeitlichen Druck zu finden. Eine Trauung kostet in der Regel nichts, bei Brautpaaren aus anderen Kirchengemeinden erbitten wir eine Spende für die Kirchennutzung.

Ihr Pfarramt in Kirchtimke

 

Ausführliche Hinweise zur Vorbereitung

Hier finden Sie einige ausführliche Hinweise zum Traugottesdienst für Brautpaare in unser St. Lambertus-Kirche in Kirchtimke:

Liebes Brautpaar !
Als Kirchengemeinde freuen wir uns über Ihren Schritt in die Ehe und begleiten Sie als Brautpaar gerne mit einem Gottesdienst zur Trauung anlässlich Ihrer Eheschließung. Für Ihre weiteren Vorbereitungen wünschen wir Ihnen alles Gute.

Zum Termin und Traugottesdienst
An dieser Stelle möchten wir einige Hinweise im Blick auf den Traugottesdienst geben:
Die Trauung melden Sie möglichst rechtzeitig im Pfarramt an. In Urlaubszeiten kann ein Vertreter/eine Vertreterin den Gottesdienst mit Ihnen vorbereiten. Auch Pastoren aus anderen Gemeinden können nach Rücksprache gerne „mitgebracht“ werden.

Aus einer anderen Gemeinde?
Kommt einer der Partner aus einer anderen Gemeinde und ist hier nicht gemeldet, dann beantragen Sie bitte rechtzeitig in Ihrer Heimatgemeinde einen sog. „Entlassungsschein“ (Dimissoriale), das ist die formale Erlaubnis zur Trauung in einer anderen Gemeinde.

Traugespräch vereinbaren
Für den Gottesdienst verabreden Sie mit dem Pastor/der Pastorin spätesten drei Wochen vor dem Gottesdienst ein vorbereitendes Gespräch. Hier können Sie persönlich über alles sprechen und die besonderen Inhalte eines Traugottesdienstes kennen lernen. Lieder und einen Trauspruch wählen Sie nach Möglichkeit selbst aus. Gerne können Freunde oder Familienmitglieder an der Gestaltung (Lesung, Gebet, Lied) beteiligt werden. Auch das können Sie gerne ansprechen.
Ein Traugottesdienst wird in der Regel gehalten, wenn beide Partner der Kirche (ev. oder kath.) angehören. In glaubensverschiedenen Ehen ist zu entscheiden, ob der Gottesdienst unter Mitwirkung beider Geistlichen gewünscht wird, bzw. ob Dispens für die ev. Trauung beim kath. Bischof beantragt werden soll.

Nur ein Partner in der Kirche?
Gehört nur ein Partner der Kirche an, kann ebenso ein Traugottesdienst anlässlich der Eheschließung gehalten werden, denn Gottes Segen gilt allen, die danach verlangen. Der Ablauf kann beim Trauversprechen mit Rücksicht auf den Partner, der keiner Kirche angehört, entsprechend angepasst werden.

Segensgottesdienst für gleichgeschlechtliche Paare
Unsere Landeskirche bietet auch eingetragenen Partnerschaften die Möglichkeit, das gemeinsame Leben bewußt unter Gottes Segen zu stellen. Es gibt wie bei der gewohnten Hochzeit auch hierfür eine gottesdienstliche Ordnung, die sich am Trauformular orientiert.

Trauversprechen geben
Beim Trauversprechen und dem folgenden Ringwechsel können Sie aus verschiedenen Formen wählen (siehe unten). Fragen Sie bitte danach im Traugespräch. Es gibt die bekannte Form als Frage mit der Antwort: "Ja, mit Gottes Hilfe", oder die Form, in der das Brautpaar den Text des Trauversprechen im Ganzen als Erklärung spricht.

Kollekte bestimmen
Den Kollektenzweck bei Ihrer Trauung können Sie gerne selbst wählen; wünschenswert sind aus unserer Sicht z.B. helfende Einrichtungen, christliche Hilfsorganisationen oder aber auch gerne die Förderung von Aufgaben in der eigenen Gemeinde, z.B. Kinder- und Jugendarbeit; Mini-Club, Kindergottesdienst, Konfirmandenarbeit, Besuchsdienst, Diakonie usw. – oder einfach der Erhalt unserer Kirche.

Kosten
Der Traugottesdienst kostet keine besonderen Gebühren. Eine Spende hilft uns zum Erhalt unserer Kirche. Brautpaare aus anderen Gemeinden bitten wir ausdrücklich um eine Spende für unseren Mehraufwand in unserer Kirche.

Blumenschmuck
Für den Blumenschmuck sorgt bei uns das Brautpaar selbst. Vasen und Schalen können wir zur Verfügung stellen. Eine dringende Bitte: Blumenschmuck an den Kirchenbänken ist nur mit einem Band über die Stirnseite der Bänke zu hängen. Klebestreifen und Heftzwecken sind nicht gestattet, die Lackierung nimmt sonst Schaden.

Aufgebot und Fürbitten
Am Sonntag vor der Trauung wird in unserem Hauptgottesdienst um 10 Uhr bei den Abkündigungen („Aufgebot“) und dem Fürbittengebet an das Brautpaar gedacht. Dazu ist das Brautpaar mit Familie herzlich eingeladen.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Hinweisen ein wenig geholfen zu haben. Sollten noch Fragen offen sein, rufen Sie doch bitte an.

Mit guten Wünschen für die weitere Vorbereitung,

Ihr Pfarramt in Kirchtimke

 

Traubekenntnis


Das Traubekenntnis mit Segnung ist zentraler Teil des Traugottesdienstes. Es gibt verschiedene Formen.
Vorab erfolgen in der Regel Textlesungen,
z.B. 1.Mose 2,18 / 1. Mose 1,27-28a.31a / Mt 19,4-6 / Kol 3,12-16a.17 / Röm 15,5-7

Dann erhebt sich das Brautpaar:

Pfarrer: Mit diesen Worten bezeugt die Heilige Schrift, dass die Ehe eine gute Gabe Gottes ist. Auch eure Ehe will Gott schützen und segnen. So frage ich euch vor Gott und dieser Gemeinde:

Form A (Fragen)
Pfarrer zum Bräutigam:
N. N.*, willst du N. N.*, die Gott dir anvertraut, als deine Ehefrau lieben und ehren und die Ehe mit ihr nach Gottes Gebot und Verheißung führen - in guten und in bösen Tagen -, bis der Tod euch scheidet, so antworte: Ja, mit Gottes Hilfe.
Brautigam: Ja, mit Gottes Hilfe.

Pfarrer zur Braut:
Ebenso frage ich dich, N. N.*, willst du N. N.*, den Gott dir anvertraut, als deinen Ehemann lieben und ehren und die Ehe mit ihm nach Gottes Gebot und Verheißung führen - in guten und in bösen Tagen -, bis der Tod euch scheidet, so antworte: Ja, mit Gottes Hilfe.
Braut: Ja, mit Gottes Hilfe.

Form B (Erklärung):
Bräutigam:
N., ich nehme dich als meine Ehefrau aus Gottes Hand. Ich will dich lieben und achten, dir vertrauen und treu sein. Ich will dir helfen und für dich sorgen, will dir vergeben, wie Gott uns vergibt. Ich will zusammen mit dir Gott und den Menschen dienen. Solange wir leben. Dazu helfe mir Gott. [ Amen.]

Braut: N.,
ich nehme dich als meinen Ehemann aus Gottes Hand. Ich will dich lieben und achten, dir vertrauen und treu sein. Ich will dir helfen und für dich sorgen, will dir vergeben, wie Gott uns vergibt. Ich will zusammen mit dir Gott und den Menschen dienen. Solange wir leben. Dazu helfe mir Gott .[ Amen.]

Form C:
Brautpaar, gemeinsam oder in Sätzen abwechselnd:
Wir wollen in unserer Ehe nach Gottes Willen leben und auf seine Güte vertrauen. Wir wollen in Freud und Leid zusammenhalten unser Leben lang Wir wollen gemeinsam für andere da sein und tun, was dem Frieden dient.
Gemeinsam: Dazu helfe uns Gott. [Amen.]

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Gemeinsame Fortsetzung von A, B oder C:
Pfarrer: Gebt einander die Ringe [als Zeichen eurer Liebe und Treue].
Braut und Bräutigam wechseln die Trauringe. Dabei können sie die folgenden
Worte sagen: Nimm diesen Ring als Zeichen meiner Liebe und Treue.

Pfarrer: Reicht einander die Hand.
"
Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden."

SEGNUNG
Pfarrer: Kniet nieder,
dass wir für euch beten und euch den Segen Gottes zusprechen.

 

Geschichte: Ländliche Hochzeitsbräuche

Kirchtimker Tracht


Ländliche Hochzeitsbräuche
Wie war es früher? Zuerst wurde das Brautpaar an drei Sonntagen verkündet. Beim dritten Male war das Brautpaar anwesend. Nach dem dritten Aufgebot erfolgte die Trauung. In unserer Gegend waren bis vor wenigen Jahren Haustrauungen allgemeine Sitte. Kirchtrauungen galten sogar fast wie Trauungen zweiter Klasse. War die Braut aus einem anderen Dorfe, wurde sie in einem geschmückten Wagen mit geschmückten Pferden zum Dorfe und Hochzeitshause feierlich eingeholt. Beim Eintritt in die Diele wurde ihr Brot, Salz und ein Schluck Wein gereicht. Waren beide Brautleute aus demselben Dorfe, so zog das Brautpaar und die Gästeschar vom Hause der Braut zum Hause des Bräutigams. Dabei schrien die einigen hundert 'Menschen öfters alle zusammen "Juh!" - Das war ein seltsamer Anblick: dieses schweigende Heranschreiten der Menschenmasse und immer wieder der plötzliche Aufschrei. Das war ein tausendjähriger Brauch. Die alten Ahnen wollten durch lautes Schreien böse Geister vertreiben. Wie wäre das schön, wenn man auch heute noch durch solches Geschrei manche bösen Hausgeister vertreiben könnte. Aber manchmal kommen sie durch Geschrei erst recht herbei. Besser ist es, wir verlassen uns auf unseren Herrn Christ. Der vertreibt die bösen Geister am kräftigsten aus Herzen und Häusern. Früher gab es in unserer Gegend als Geisterlärm auch das Hochzeitsschiessen. Wenigstens kann man das dem Kirchenbuche in St. Jürgen entnehmen, wo berichtet wird, daß beim Hochzeitsschießen ein Gast durch eine zersprungene Pistole verletzt wurde. Da hatte einer tatsächlich seine Pistole "bet boben vull geloden". Hochzeiten fanden stets an einem Freitag statt. Auch setzte man am liebsten die Hochzeiten im Sommer an, wenn das Vieh noch draußen war. Dann wurde nicht nur die Diele aufgeräumt, sondern es wurden auch die Seiten-Ställe blitzsauber gewaschen und alles mit grünen Zweigen geschmückt. An der Herdstelle, dem "Flett", stand als Hausaltar ein Tisch mit Lichtern. Dort vollzog der Pastor die Trauung des Paares. In jener alten Zeit wurde das Erscheinen des Pastors und der Frau Pastorin mit Spannung erwartet; denn die im Pfarrhaus aufbewahrte, mit Gold geschmückte Brautkrone wurde von der Pastorin mitgebracht und der Braut feierlich als Ehrenkrone aufgesetzt. Da schimmerte manches Mutter- und Vaterauge feucht, wenn Eltern ihr junges Kind so geehrt sahen. Wie schon gesagt, wurden in den letzten Jahren die Kirchtrauungen Sitte. Brautpaar und Gästeschar fahren in Autos zur Kirche. Dabei müssen sich die vielen Fahrer davor hüten, in zu kurzem Abstand zu fahren. Noch besteht die Sitte, dass Kinder das vorn fahrende Brautpaar mit einer über die Strasse gespannten Leine aufhalten, weil sie Bonbons erwarten. Es ist schon vorgekommen, dass bei dem plötzlichen Halten die hinten Fahrenden heftig aufeinander fuhren und den Hochzeitsbraten versäumten. Schön ist es, wenn noch einmal wie in alten Zeiten ein mit Pferden bespannter Brautwagen durch das Dorf fährt. Da bekommen wir doch eine Vorstellung davon, wie es früher zuging. Freilich können wir die alten, ruhigen, beschaulichen Zeiten nicht zurück holen. Doch die Sache bleibt dieselbe wie einst: Frohe Gäste scharen sich um zwei Menschen, die den Lebensbund schliessen. Und nun das Hochzeitsessen. Bis zum Kriege gab es auf der Geest noch die "Kaffeehochzeiten". Das Hochzeitshaus spendete das Essen auf der Diele. Darüber hinaus hielten aber viele Häuser des Dorfes Kaffee und Kuchen bereit. Die an sich schon satten Gäste mussten von Haus zu Haus ziehen und ehrenhalber in jedem Hause Kuchen essen, soweit sie das noch konnten. Als im Kriege diese Sitte verschwand, waren eigentlich alle froh. Das Hochzeitsessen auf der Diele war für Junge und Alte eine Freude. Begehrt war damals der riesige warme Mehlpudding mit Rosinen, der allein schon den Magen füllte, und dann die Suppe, und dann der Braten mit Kartoffeln und Sosse, und dann Gemüse und Backobst! "Djunge, ett sinnig, denn kannste mehr loten!" "Junge,iss langsam, dann kannst du mehr wegstauen!" rief wohl ein Vater seinem kleinen Sohn zu. Und so tat man auch. In behaglicher Ruhe ass man die leckeren Sachen, die es nicht alle Tage gab. Das Hochzeitshaus hatte keine teure Bedienung nötig. Frische, muntere Haustöchter schleppten alles flink herbei und wieder fort. Der Hochzeitsbitter mit buntem Bänderhut überwachte den reibungslosen Ablauf. Sie alle waren die "Aufpasser". Nach Aufhebung der Tafel assen dann die "Aufpasser" und die Gäste ergingen sich. Die Frauen besahen sich die Ausstattung der Braut. Die Männer gingen durch Hof und Dorf. Und das junge Volk begann bald den Tanz. Der Jubel klang in die Nacht hinaus. Im Großen und Ganzen nehmen ländliche Hochzeiten noch heute ungefähr diesen geschilderten Verlauf. Wenn sonst in den Dörfern vieles "verstädtert" ist, in den Hochzeiten ist das Land noch lebendig. Solche Feste kann man in der Stadt nicht nachmachen. Darum wäre es für ein gesundes Volksleben zu wünschen, dass diese alten Hochzeitsbräuche weiter erhalten blieben.

Notizen von Gerhard Scheele (1964)