Ev.-luth. St.Lambertus-Kirchengemeinde Kirchtimke

Gemeindeleben / Gemeindebeirat

Gemeindeleben / Gemeindebeirat

Der Gemeindebeirat unterstützt den Kirchenvorstand und ist an den Überlegungen und Planungen beteiligt, wenn es um Projekte und Ideen in der Gemeinde und die Förderung des Gemeindelebens geht.

Haben Sie Anregungen oder Vorschläge? Wenden Sie sich an unseren Gemeindebeirat!

Ob Kirch-Cafè, Gemeindeausflüge, Glaubenskurse, Mitarbeitertage oder Aktionen "Kirche im Dorf" - die Mitglieder im Gemeindebeirat stellen einiges auf die Beine! DANKE!

Vorsitzender: Ralf Heitmann, Tel. 04289-230

 

Gemeindebeirat wird neu gebildet

Nach der Gemeindeordnung kann der Kirchenvorstand einen Gemeindebeirat einsetzen. Der Gemeindebeirat unterstützt den Kirchenvorstand und ist an den Überlegungen und Planungen beteiligt, wenn es um Projekte und Ideen in der Gemeinde und die Förderung des Gemeindelebens geht.

 

Gemeinsamer Mitarbeitertag und Gemeindeausflug

Zu den Aufgaben des Gemeindebeirates gehört die Stärkung des Gemeindelebens, die Vorbereitung des jährlichen Mitarbeitertages und des Gemeindeausfluges, z.B. mit Gästen aus der Partnergemeinde in Sachsen.

Beim Mitarbeitertag sind neben aktuellen Themen besonders vier Bereiche wichtig:

-
Miteinander über den Glauben und die Gemeinde sprechen

- Sich gemeinsam über das Jahresprogramm und die besonderen Schwerpunkte und Themen eines Jahres verständigen

- Zu einer Übereinkunft über die vordringlichen und langfristigen Aufgaben kommen

- Probleme benennen können und sich gegenseitig helfen

 

Gemeindearbeit: "Bei den Stärken einsetzen"

Pastor Philipp Elhaus, Haus kirchlicher Dienste (Gemeindetag 2011 in Rhade)

Philipp Elhaus: „Es gibt viele Kirchengemeinden, die haben große Schilder an der Eingangstür, auf denen steht groß: ,Herzlich willkommen‘ und unten in der Ecke ganz klein: ,Vorausgesetzt, Sie werden wie wir‘!“

Der Wunsch sei meist, eine ausstrahlende Kirchengemeinde zu sein für alle Altersgruppen, alle Frömmigkeitsstile, alle Milieus mit alltagsnaher Diakonie, Seelsorge, als Anwalt für Menschen im Schatten – die Wirklichkeit sehe anders aus: Ein großes Angebot koste Geld, wenige Schultern müssen viel tragen, der Pastor agiere als „Universaldilettant“.

„Das Problem ist: Man geht immer von dem aus, was nicht ist. Das ist ziemlich anstrengend. Warum nicht mal anders ansetzen – beim Reichtum – und die vorhandenen Schätze heben und ihre Stärken aufbauen?“

Das gehe in vier Schritten: das Gute erkunden, das Beste erträumen, die Zukunft entwickeln, die nächsten Schritte erarbeiten.

Im ersten Schritt solle der Kirchenvorstand klären, in welchen Bereichen man sich entwickeln wolle, welche Mission man für sich als Kirchengemeinde sehe.
In einem zweiten Schritt solle man zusammen mit Interessierten vorhandene Schätze heben. Dabei sei es wichtig, Prioritäten zu setzen und sich gegebenenfalls auch mal vom Reichtum der Nachbargemeinde ergänzen lassen.

(Quelle: Zevener Zeitung 17.1.2011)

 

Integrale Gemeindepraxis

"Plädoyer für ein Modell integraler Gemeindearbeit in der Volkskirche"

1. Integrale Gemeindearbeit sucht einander ergänzende Wege in der Gemeindepraxis und beteiligt dabei viele (Ermutigung zur Mitarbeit, Suche nach Verbündeten).

2. Integraler Gemeindearbeit entspricht es, auch auf unterschiedlichen Wegen ein Ziel zu erreichen.

3. Integrale Gemeindearbeit ist am Subjekt orientiert, Gemeindeglieder werden weder als Objekte noch als Unbeteiligte oder Zuschauer gesehen.

4. Integrale Gemeindepraxis arbeitet mit unterschiedlichen Methoden und mit möglichst vielen Beteiligten zusammen.

5. Integrale Gemeindearbeit nimmt aus Liebe zu Gott und den Menschen die Wegbereitung für die Verkündigung des Evangeliums ernst.

6. Integrale Gemeindearbeit begleitet Menschen auf vielfache Weise in ihren Lebensvollzügen.

7. Integrale Gemeindearbeit legt großen Wert auf das biblische Wort Gottes und den Gottesdienst mit seiner geistlichen und integrierenden Kraft. Gleichzeitig sucht sie die Menschen an ihrem Ort und mit ihren Fragen auf.

8. Integrale Gemeindearbeit geht vom Mitarbeiterprinzip aus, alle Christinnen und Christen haben Teil am Auftrag der Kirche.

9. Integrale Gemeindearbeit ist an der Erweiterung der Schnittmenge von persönlichem Glauben und gemeinsam gelebtem Glauben interessiert. Dazu gehört z.B. ein Anknüpfen an Taufe und Konfirmation, die Stärkung von Gemeinschaftserfahrungen (Gottesdienst, Abendmahl, Gruppen, Events u.a.), eine gegenseitige Fürsorge, der Dienst für andere und segnende Stärkung auf dem Weg des Lebens und des Glaubens.

10. Ein integraler Ansatz in Gemeindepraxis und Zusammenarbeit in der Kirche hilft dazu, in gegenseitiger Achtung und Stärkung den gebotenen kirchlichen Dienst zu tun und sich selbst dabei zwar gefordert zu wissen ("wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern" Luk 12,48), sich aber zugleich auch zurück zu nehmen nicht zu überfordern ("ein Geist, viele Gaben" 1.Kor 12).

"Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist es bei jedem, der aus dem Geist geboren ist." Joh 3,8.

© 2011 Wolfgang Preibusch, Kirchtimke