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Ev.-luth. St.Lambertus-Kirchengemeinde Kirchtimke

Kleine Auswahl

Gedanken zum Jahreswechsel - Dank

Was beschäftigt die Menschen in dieser Zeit?
Es sind vor allem persönliche Fragen nach der Sicherheit und der Zukunft. Wie wird es mit der Rente und Pflege im Alter? Kommen neue Kriege oder kann sich das Leben friedlich entwickeln? Hat das Leben bei Klimawandel und Rohstoffknappheit Zukunft?

Als Kirche wollen wir den Menschen in ihren Fragen nahe sein und als große Organisation in guter Weise unseren Teil dazu beitragen, dass auch in Zukunft das Leben miteinander in unserer einen Welt gelingen kann.

Vermeidung von Armut und die Pflege im Alter sind große Herausforderungen in einer kinderarmen Gesellschaft, auch für die Diakonie in der Kirche. Bewahrung der Schöpfung ist seit mehr als 35 Jahren ein bleibendes Thema, das Teil des persönlichen Glaubens und Handelns ist. Frieden und Versöhnung ist ein Grundanliegen unserer Verkündigung und unserer Gebete. Ein großer gemeinsamer Friedensgottesdienst zu Volkstrauertag in der Samtgemeinde ist uns ein Anliegen.

Dankbar sind wir für die große Zahl der Ehrenamtlichen in den unterschiedlichen Bereichen unserer Kirche, ob im Kindergottesdienst, Mini-Club, in der Kinder- und Jugendarbeit, bei den Konfirmanden, dem Besuchsdienst, Ständchendienst, den Gremien und Ausschüssen bis hin zu ganz praktischen Diensten wie das Sammeln oder Gemeindebrief verteilen.
Gott möge alle diese Dienste segnen. Er leite uns mit seinem Geist und lass uns die richtigen Entscheidungen treffen.
Wir legen unsere Zukunft in seine Hand.

Wolfgang Preibusch, Pastor

 

Kirchenvorstand ist eingeführt:

(v.l.): Annegret Lünzmann, Christa Schumacher, Ute-Marie Hendschke, Marlies Giese, Gudrun Meyer; Ralf Heitmann, Matieu Steinberg, Wilhelm Schwiering, Maik Röhrs.

In den Kirchenvorstand wurden am 3.Juni 2018 mit Lesung, Gebet und Segen eingeführt (v.l.): Annegret Lünzmann, Christa Schumacher, Ute-Marie Hendschke, Marlies Giese, Gudrun Meyer; Ralf Heitmann, Matieu Steinberg, Wilhelm Schwiering, Maik Röhrs.
Vor der Einführung des neuen Kirchenvorstandes wurden die ausscheidenden Mitglieder geehrt: Anke Husmann nach 30 Jahren, Hermann Gerken nach 24 Jahren und Elke Meyer nach 12 Jahren. Neu im Kirchenvorstand sind Ralf Heitmann, Gudrun Meyer, Christa Schumacher, Wilhelm Schwiering und Matieu Steinberg. Wieder im Kirchenvorstand verteten sind Marlies Giese, Ute-Marie Hendschke, Annegret Lünzmann und Maik Röhrs. Damit verfügt der zukünftige Kirchenvorstand über ein gutes Verhältnis von erfahrenen und neuen Repräsentanten der Kirchengemeinde.

 

Ergebnis Kirchenvorstandswahl 2018

Der Wahlvorstand, v.l.: Hermann Gerken, Pastor Preibusch, Anke Husmann, Vikar Brühl, Elke Meyer

Die Wahlbeteiligung lag bei 41,83 %, 2012 waren es rund 25%. Die größte Wählergruppe prozentual nach den Wählern 60+ mit 53% waren die jüngsten Wähler von 14-15 Jahren mit 44%. Die allgemeine Briefwahl war damit erfolgreich.

In der Landeskirche Hannovers lag die Wahlbeteiligung 2018 bei 15,32 % und ist damit leicht gesunken (-3,2 %). Bei den unter 16-jährigen gab es eine Beteiligung von insgesamt 14,88 %. Unser Sprengel Stade liegt etwas unter dem Durchschnitt der Landeskirche mit 14,56% Wahlbeteiligung. Unser Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck hat eine Beteiligung von 11,96 %.

 

So wurde bei uns 2018 gewählt

Hier das Ergebnis im Einzelnen:

Gewählt als Kirchenvorsteher/innen wurden: (alphabetisch)
Ralf Heitmann, Kirchtimke: 328 Stimmen
Ute-Marie Hendschke, Breddorf: 329 Stimmen
Annegret Lünzmann, Ostertimke: 548 Stimmen
Gudrun Meyer, Hepstedt: 372 Stimmen
Maik Röhrs, Steinfeld: 444 Stimmen
Matieu Steinberg, Kirchtimke: 368 Stimmen

Damit sind 50 % Frauen und 50 % Männer gewählt. Der Altersdurchschnitt beträgt 49 Jahre.


Als Ersatzkirchenvorsteher/innen wurden gewählt: (Reihenfolge der Stimmen)
Wilhelm Schwiering, Hepstedt: 295 Stimmen
Christa Schumacher, Ostertimke: 273 Stimmen
Marlies Giese, Hepstedt: 227 Stimmen

Die Wahlbeteiligung lag insgesamt bei 41,84 % (890 Wähler), bei den gültigen Stimmen der Frauen bei 40,02 %;
bei den gültigen Stimmen der Männern bei 39,80 %.

Die Wahlbeteiligung nach Altersgruppen
a) 14 +15 Jahre 44,26%
b) 16 - 19 Jahre 34,35%
c) 20 - 39 Jahre 23,83%
d) 40 - 59 Jahre 36,96%
e) 60+ Jahre 53,18%

Die Wahlbeteiligung nach Dörfern (gemessen an den dort Wahlberechtigten):
Steinfeld 64,4%
Ostertimke mit Hemel 56%
Kirchtimke mit Optanten 47,6%
Breddorf 40%
Hepstedt 34%
Westertimke 22,5%




 

Begrüßungsgottesdienst 13.8.2017 - Konfirmanden im 4.Schuljahr

25 Jahre "MINI-CLUB" in Kirchtimke

13.08.2017 - Der Kirchenvorstand dankt Karola Preibusch und Irmgard Taege anlässlich des 25-jährigen Mini-Club-Jubiläums

Viele 100 Mütter und auch Väter mit vielen 100 Kindern erfreuen sich seit 1992 an einer besonderen Einrichtung der Kirchengemeinde Kirchtimke: dem MINI-CLUB !
Irmgard Taege und Karola Preibusch haben vor 25 Jahren die ersten beiden Mini- Club-Gruppen ins Leben gerufen. Der Erfolg gab den Organisatorinnen recht. In kurzer Zeit gründeten sich immer mehr Eltern-Kind-Gruppen, die sich wöchentlich im Gemeindehaus trafen. Wie wichtig diese Eltern-Kind-Arbeit ist, zeigt sich daran, dass sich bis heute Mütter und auch Väter regelmäßig mit ihren kleinen Kindern in den Räumen des Gemeindehauses Kirchtimke treffen.
DANKE sagte der Kirchenvorstand besonders den Initiatoren und Müttern "der 1. Stunde des Mini-Clubs" am Sonntag, dem 13. August 2017 im Familiengottesdienst.

 

13.08.2017 - Der Kirchenvorstand dankt Karola Preibusch und Irmgard Taege anlässlich des 25-jährigen Mini-Club-Jubiläums

Dank für langjährige Mitarbeit / Wechsel im KV

Angelika Gehlken, Marlies Giese, Alexandra Schwiering, Ruth Wülpern am 3.Mai 2015 im Gottesdienst in Kirchtimke

Der Gottesdienst Kantate stand am 3.Mai 2015 ganz im Zeichen des Dankes. Seit 35 Jahren ist Frau Angelika Gehlken für das Gemeindehaus der Kirchengemeinde zuständig. "Sie sorgt dafür, dass alle unsere Veranstaltungen in gepflegten Räumen stattfinden können.", hob Pastor Wolfgang Preibusch hervor und lobte ihren Dienst. Frau Ruth Wülpern ist seit 15 Jahren im Pfarrbüro tätig, unterstützt Pfarramt und Kirchenvorstand und ist oft erste Anlaufstelle für die Gemeindeglieder."Ich danke heute zu diesem Jubiläum herzlich für die Unterstützung meines Dienstes als Pastor", sagte Pastor Preibusch. Der Kirchenvorstand dankte beiden Mitarbeiterinnen mit einemn Blumenstrauß und einem kleinen Geschenk.

Weiterhin wurde Frau Alexandra Schwiering nach 9 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Kirchenvorstand mit großem Dank verabschiedet. Frau Schwiering war lange Zeit Vorsitzende des Kinder- und Jugendausschusses in der Region, stellvertretende Vorsitzende im Kirchenvorstand und Mitglied im Kirchenkreistag sowie dortiger Ausschüsse. Mitglieder der Ev. Jugend überreichten ihr als Zeichen des Dankes einen Blumenstrauss. Für sie rückt nun Frau Marlies Giese als gewählte Ersatzkirchenvorsteherin in den Kirchenvorstand nach. Mit Gebet und Segen wurde sie in ihr neues Amt eingeführt.

 

Gäste aus Sachsen in Kirchtimke zu Besuch

Partnerschaftstreffen Kirchtimke 2014

Wir danken für ein schönes Wochenende mit unseren Partnern aus der Kirchengemeinde Böhlitz-Ehrenberg (Leipzig).
Ein kurzer Bericht und Fotos finden sich hier unter dem Link "Partnerschaft".

 

Advents- und Weihnachtsaktion erbrachte 1.446,60 €

Danke! Unsere Weihnachtsaktion für die Kindernothilfe für Mumbai in Indien (für Kinder, die aus Not auf Müllhalden Wertstoffe sammeln) erbrachte insgesamt am 1.Advent mit unserem Familiengottesdienst, Spenden und kleinem Adventsmarkt 1.446,60 € ! Herzlichen Dank an alle Spender und Hefer!

Kirchenchor Kirchtimke

Konfirmanden im 4.Schuljahr

Sie bauen den See Genezareth

Sie bauen den See Genezareth

Kirchtimke. Kinder brauchen eine spezielle Ansprache, das gilt genau so auch im Gottesdienst. Und weil das so ist, feiert man in der Kirchengemeinde Kirchtimke schon seit 1938 Kindergottesdienste. Das 75-jährige Bestehen dieser Einrichtung rückt am Wochenende in den Mittelpunkt. Von Bert Albers

Zwischen 50 und 60 Jungen und Mädchen beteiligen sich, wenn alle 14 Tage Kindergottesdienst in den Dörfern des Kirchspiels Kirchtimke stattfindet. 75 Jahre gibt es diese Institution schon, weshalb am Sonntag gefeiert wird. Erst findet ein Festgottesdienst statt, danach gibt‘s draußen Spiele und Aktionen.

Alle 14 Tage sonntags um 10 Uhr treffen sich Jungen und Mädchen in Hepstedt, Breddorf, Ostertimke, Kirchtimke und Westertimke. Wozu? „Um zu singen, zu beten, biblische Geschichten zu hören, Gemeinschaft im Namen Gottes zu feiern, zu spielen und manches mehr“, wie es Pastor Wolfgang Preibusch zusammenfasst. Diese Kindergottesdienste gehen auf Initiative von Pastor Ludwig Küster zurück. Der folgte 1938 einer Anregung des damaligen Landessuperintendenten und lud damals Neun- bis Elfjährige ein. Die ersten Kindergottesdienste fanden noch zentral in Kirchtimke statt, wo sich der christliche Nachwuchs immer am Sonntagnachmittag traf.

Elf Helfer dabei
Das heute gängige Vorgehen, nämlich die Feiern in verschiedenen Dörfern des Kirchspiels, war nach dem Krieg aus der Not geboren. „Viele Flüchtlingsfamilien und Umsiedler fanden hier eine neue Heimat. Jetzt traf man sich in den Dörfern selbst zum Kindergottesdienst. Erst in Privathäusern, dann später in den Schulen und Dorfgemeinschaftshäusern. Und so ist es bis heute geblieben“, weiß Preibusch. Mit Anke Husmann, Claudia Grotheer, Andrea Hunfeld, Klaus Wülpern, Margret Drewes, Melanie Brüggemann, Gudrun Meyer, Anja Harms, Marlies Tietjen, Marita Brunkhorst und Leiterin Dörte Postels kümmern sich heute zehn Frauen und ein Mann um die laut Gemeinde 50 bis 60 teilnehmenden Kinder.

Und sie lassen sich allerhand einfallen, damit das Ganze auch wirklich kindgerecht ist: „Wir machen eigenen Apfelsaft auf unserem Apfelerntedankfest, wir machen eine Zeitreise zum Stall nach Bethlehem, wir bauen aus Sand und blauen Tüten den See Genezareth, wir schlüpfen in die Rolle von Josef und Maria und reisen mit unserem zwölfjährigen Jesus nach Jerusalem, und vieles mehr“, fasst Dörte Postels die Aktivitäten zusammen.

Am Sonntag werden sie und ihre Mitstreiter nicht zum Einsatz kommen. Ziel sei, dass das Kindergottesdienst-Team mitfeiern kann und mal andere eine Geschichte erzählen, so Preibusch. Deshalb wurde Pastor i.R. Hans-Joachim Bremer eingeladen. Er und seine Helfer erzählen mit Figuren eine Geschichte. Anschließend wird rund um die Kirche weiter gefeiert. Spiele und Aktionen und zum Mittag Nudeln verspricht Wolfgang Preibusch, der auf eine volle Kirche hofft.

Das gilt auch für Sonnabend, 15. Juni, 15 Uhr, wenn der Liedermacher Andreas Schley für ein Mitmach-Konzert in die Kirche kommt.

Auf einen Blick
Was: Festgottesdienst zum 75-jährigen Bestehen des Kindergottesdienstes in der Kirchengemeinde Kirchtimke

Wann: Sonntag, 9. Juni, 10 Uhr
Wo: Lambertuskirche in Kirchtimke

Artikel vom 06.06.13 Zevener Zeitung

 

75 Jahre Kindergottesdienst

- 05.06.2013 Wümme Zeitung
75 Jahre Kindergottesdienst in der Kirchengemeinde Kirchtimke
Von Es

Kirchtimke. Seit 75 Jahren gibt es im Kirchspiel Kirchtimke den Kindergottesdienst. Das Jubiläum soll am Wochenende 8. und 9. Juni, gefeiert werden. Für Sonnabendnachmittag ist ein Treffen der ehemaligen Mitarbeiter geplant, am Sonntag findet um 10 Uhr ein Festgottesdienst statt. Im Mittelpunkt steht die Geschichte, wie Jesus die Kinder zu sich ruft. Diesen Part übernimmt der Pastor im Ruhestand Bremer mit einem Team von Figurenspielern.

"Zum Jubiläum sollen unsere Mitarbeiter einmal selbst den Gottesdienst mitfeiern, und andere erzählen die Geschichte", freut sich Pastor Wolfgang Preibusch. Zum Team, das Kindern Gottesdienste in altersgerechter Form ermöglicht, gehören Anke Husmann, Claudia Grotheer, Andrea Hunfeld (Kirchtimke), Klaus Wülpern, Margret Drewes (Breddorf), Melanie Brüggemann, Gudrun Meyer (Hepstedt), Anja Harms und Marlies Tietjen (Westertimke), Marita Brunkhorst und Dörte Postels (Ostertimke).

Insgesamt kommen etwa 50 bis 60 Kinder in den Dörfern des Kirchspiels alle 14 Tage am Sonntag zusammen, um zu singen, zu beten, biblische Geschichten zu hören, Gemeinschaft im Namen Gottes zu feiern, zu spielen und Manches mehr. Kindergottesdienst sei aber noch mehr, erzählt Leiterin Dörte Postels: "Wir machen eigenen Apfelsaft auf unserem Apfelerntedankfest, unternehmen Zeitreisen zum Stall nach Bethlehem, wir bauen aus Sand und blauen Tüten den See Genezareth, wir schlüpfen in die Rolle von Josef und Maria." Kindergottesdienst ist alle 14 Tage sonntags um 10 Uhr in Kirchtimke, Westertimke, Ostertimke, Hepstedt und Breddorf.

Begonnen hat die Geschichte der Kindergottesdienste 1937. Bei einer Visitation gab der damalige Landessuperintendent die Anregung, gelegentlich auch die Kleinen schon im Gottesdienst zu Sonderfeiern zu sammeln. Im darauf folgenden Jahr führte der damalige Pastor Ludwig Küster den Kindergottesdienst für die Neun- bis Elf jährigen ein.

Zunächst fand der Kindergottesdienst in Kirchtimke statt. In der Nachkriegszeit verdoppelte sich die Bevölkerung, viele Flüchtlingsfamilien und Umsiedler fanden hier eine neue Heimat. Jetzt traf man sich in den Dörfern selbst zum Kindergottesdienst. Erst in Privathäusern, dann später in den Schulen und Dorfgemeinschaftshäusern. Und so ist es bis heute geblieben.

Zum Jubiläumsgottesdienst am Sonntag sind alle Kinder und Eltern eingeladen. Im Anschluss sind Spiele und Aktionen rund um die Lambertuskirche geplant, und zum Mittagessen gibt es Nudeln. Für 15. Juni, 15 Uhr, ist ein Mitmach-Konzert mit dem Liedermacher Andreas Schley vorgesehen.

Montag, 28. Januar 2013

Die Menschen im Dorf halten

WILSTEDT. Unmöglich erscheint eine Umkehrung des demografischen Wandels. Während des Männerfrühstücks im Wilstedter Gemeindehaus verdeutlichte Pastor Wolfgang Preibusch, dass der demografische Wandel stattdessen aktiv mitgestaltet werden kann. Während er die kirchlichen Gegebenheiten unter die Lupe nahm, referierte Samtgemeindebürgermeister Frank Holle über die Situation auf Samtgemeindeebene. Von Marlies Wellbrock

Sinkende Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung führen dazu, dass sich die Zahl der Erwerbstätigen drastisch verringert, während es immer mehr Rentner gibt. Wie Kirchtimkes Pastor Preibusch verdeutlichte, sind die Folgen bereits in wenigen Jahren zu spüren. Noch ungekannte Herausforderungen kommen sowohl auf die Kirche als auch auf die politische Gemeinde zu. Einigkeit besteht darin, dass die Menschen in der Samtgemeinde gehalten werden müssen. „Nur wenn die Menschen auf dem Land bleiben, bleibt auch die Kirche im Dorf“, so Preibusch.

Erschreckend wirkte die Bevölkerungsstatistik, die Frank Holle den Anwesenden erklärte. Danach hatte der Landkreis Rotenburg in den vergangenen sechs Monaten einen Einwohnerrückgang von 357 Personen. „Wir verlieren also halbjährlich ein kleines Dorf.“ Holle erklärte, dass die Gemeinde vor jeder Entscheidung einen Demografie-Check durchführen müsse. Merkwürdig seien unter diesen Gesichtspunkten etwa Überlegungen, kleinere Ortschaften wie Steinfeld und Ostertimke an das zentrale Klärwerk anzuschließen. Der Gedanke, dass ein ganzes Dorf leer stehe, sei keineswegs Utopie. Völlig undenkbar sei jedoch, den Dörfern sagen zu müssen „Ihr seid 2050 sowieso nicht mehr da.“ Entscheidungen müssen auch auf anderen Gebieten getroffen werden. So seien etwa der Erhalt der Schulen, die Unterstützung des Personennahverkehrs, der Ausbau von Senioreneinrichtungen und die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen anzustreben.

Aber auch auf alle kirchlichen Bereiche wirkt sich der demografische Wandel aus. Preibusch zitierte Worte des Prälat Dr. Bernhard Felmberg aus Berlin. Dieser hatte erkannt, dass viele Ältere sich auch über ihr Berufsleben hinaus gerne nützlich machen würden. Die Gesellschaft brauche diese „jungen Alten“ und deren Fertigkeiten und Fähigkeiten immer dringender.

Wichtig sei laut Preibusch nun, diese Menschen zu finden und sie durch persönliche Ansprache zur Übernahme von Aufgaben zu animieren. Auch von den Anwesenden wurden mehrere Gedanken vorgetragen. Einer der Anwesenden schlug vor: „Wir sollten unsere Kinder ermutigen, wieder Kinder zu bekommen.“ (maw) Zevener Zeitung 28.1.2013

 

Gottesdienst und Taufe zum 777j. Dorf-Jubiläum

Foto: Schwanebeck, Zevener Zeitung

Taufe im Heimathaus: Am Dorfbrunnen.